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Apologie im frühen Christentum: Die Kontroverse um den by Michael Fiedrowicz

By Michael Fiedrowicz

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Die ersten Apologien 41 es, wie die Vernunft (logos) es fordert, uns anzuhören und euch als gerechte Richter zu erweisen" (1 apo!. 3,4). Da sich die antoninischen Herrscher selbst als Philosophen auf dem Kaiserthron verstanden und die Ausübung ihres politischen Amtes eng mit ihrem philosophischen Selbst­ verständnis verknüpften, lag es nahe, ihre richterliche Autorität der Ver­ nunft als oberster Instanz zu unterstellen und entsprechende Konsequen­ zen einzufordern. Geschickt griff Justin im Argumentationsgang seiner beiden Apologien immer wieder die Kaisertitulaturen auf, um zu fragen, ob der darin artikulierte Anspruch, gottesfürchtig und Philosophen zu sein (1 apo!.

60-66. 42 Das Entstehen der ersten Apologien (2. ) halt gebot. War erst einmal die politische Führungsschicht überzeugt und die Apologie publiziert, so konnte ein Prozeß des Umdenkens auch in der breiteren Öffentlichkeit beginnen (2 apol. 14,1; 1 5,2-3). Justin konnte und woHte sich nicht damit begnügen, die Schuldlosigkeit der Christen zu verteidigen und eine entsprechende Rechtspraxis einzu­ fordern. Neben den populären Denunziationen gab es auch philosophi­ sche Kritik an den fremd und fragwürdig anmutenden Glaubensinhalten.

Die Wirkung der ersten Apologien 47 daß er auf die Erfüllung der biblischen Prophetien verwies, so bezweifel­ te Athenagoras die Überzeugungskraft dieses Argumentes. Eindrucksvol­ ler erschien ihm der Hinweis auf das einzigartige Ethos selbst einfachster und ungebildeter Christen, denen das Evangelium moralische Einsichten vermittelte, die den heidnischen Philosophen in Theorie und Praxis ver­ sagt blieben (leg. 1 1 ,3-4). Ebenso wie Justin läßt aber auch Athenagoras erkennen, daß allein eine gewandelte Einstellung gegenüber dem Chri­ stentum das Herrscherideal von Gerechtigkeit, Menschenfreundlichkeit und Weisheitsliebe vollkommen realisierte (leg.

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