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Andenken by Lars Brandt

By Lars Brandt

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Best philosophy books

The Cambridge Companion to Nietzsche (Cambridge Companions to Philosophy)

The hole essay of this better half presents a chronologically equipped advent to and precis of Nietzsche's released works, whereas additionally offering an summary in their easy subject matters and issues. it really is via 3 essays at the appropriation and misappropriation of his writings, and a bunch of essays exploring the character of Nietzsche's philosophy and its relation to the fashionable and postmodern global.

Beyond Rigidity: The Unfinished Semantic Agenda of Naming and Necessity

During this attention-grabbing paintings, Scott Soames deals a brand new notion of the connection among linguistic which means and assertions made via utterances. He supplies meanings of right names and average sort predicates and explains their use in angle ascriptions. He additionally demonstrates the irrelevance of inflexible designation in figuring out why theoretical identities containing such predicates are valuable, if real.

Bound: Essays on Free Will and Responsibility

The matter of loose will arises from usual, common-sense mirrored image. Shaun Nichols examines those usual attitudes from a naturalistic viewpoint. He deals a mental account of the origins of the matter of loose will. in response to his account the matter arises as a result of clearly rising methods of puzzling over ourselves and the area, considered one of which makes determinism believable whereas the opposite makes determinism fantastic.

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Auch über mehrjähriges Schweigen. Es geht beim Angeln ums Geheimnisvolle, in das man eindringt, ohne es aufzulösen. Selbst wenn wir nie darüber sprachen, vielleicht berührte das seine Seele: Beim Angeln spielt sich nur die eine Hälfte des Geschehens oberhalb des Wasserspiegels ab, mehr ereignet sich im Verborgenen, in dessen gefahrliche, unermeßliche, finstere Nässe man sich gleichsam mit dem Köder sinken läßt. Strafft sich die haardünne Schnur, der Nerv, um den man sich verlängert hat, spürt man durchs Wasser die Leere des Universums zittern.

Der alles möglich und nichts undenkbar erscheinen läßt. Tat- sächlich ließ V. zu, daß ihm nacheinander versuchsweise die operettenhaftesten Väter angedichtet wurden. Wie leicht hätte er die Spekulationen ein für alle Male beenden und den Ballon platzen lassen können. Aber dann wäre die Luft draußen gewesen. Er hätte einen Vater gehabt statt eines Geheimnisses, basta. Einmal konnte ich V. überreden, mit mir ins Kino zu gehen, eines Sonntagnachmittags. Was mir daran lag, weiß ich nicht mehr. Aber es war mit Mühe verbunden, ihn soweit zu bekommen, daran erinnere ich mich.

Sie bildete einen feststofflichen Gegenpol zu dem Gas elterlicher Präsenz. Das ließ sich allenthalben wahrnehmen, aber nicht greifen, man wußte nicht, wo es anfing und endete, es bedeutete alles oder nichts. Ich war ein Kind, und Martha Litzl war vorhanden. Die Tragik, die darin liegt, daß ihr das eigene Leben weggenommen worden war und sie in unserer Familie knappen Ersatz fand, begriff ich erst später. Gleich dem Chauffeur war sie von schwerer Statur. Ob die gereizte Abneigung, die beide verband, damit zu tun hatte, weiß ich nicht.

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